Sonnenschutz-Lexikon von A bis Z
Von Absorption bis Wolkenraffrollo: Rund um Fenster, Stoffe und Beschattung wimmelt es von Fachbegriffen. Hier stehen sie alle an einem Ort – kurz erklärt und, wo es passt, mit dem Weg zum passenden Ratgeber.
Bild KI generiert Innen oder außen – die zwei Sparten
Sonnenschutz für Heim und Haus umfasst viele schattenspendende Produkte. Fachlich werden sie in zwei Sparten eingeteilt: den innenliegenden Sonnenschutz, der hinter der Scheibe im Raum sitzt, und den außenliegenden Sonnenschutz, der die Sonne schon vor dem Glas abfängt. Beide Sparten haben eigene Bauformen, eigene Stoffe und eine eigene Begriffswelt – und genau die sorgt beim Fensterkauf regelmäßig für Stirnrunzeln.
Ehrlich vorweg: Unser Sonnenschutz sitzt innen am Fenster – Plissees und Rollos nach Maß, Alu-Jalousien im Fertigmaß. Außenanlagen wie Markisen, Außenjalousien oder Lamellenvorhänge führen wir nicht. Die Begriffe dazu erklären wir hier trotzdem, weil sie im Sonnenschutz-Alltag ständig auftauchen – nur eben ohne Kaufversprechen. Was wir tatsächlich anbieten, zeigt die Sonnenschutz-Übersicht.
Begriffe, unter denen ein Chip steht, führen weiter – in den passenden Ratgeber oder direkt ins Sortiment.
Begriffe von A bis Z
A
-
Absorption
Der Grad der umgewandelten Wärme, die als Strahlungsenergie vom Glas aufgenommen wurde.
Je nach Richtung des Temperaturgefälles wird diese gespeicherte Wärme nach außen
oder nach innen abgegeben. 100 % bedeutet totale Absorption, 0 % keine Absorption.
Praxis: Die Datenblätter unserer Rollostoffe weisen den Wert je Dessin aus – beim Rollostoff Riva 3260 etwa mit 0 %. - Aluminiumbedampfung Arbeitsschritt, um den Reflexionswert eines textilen Gewebes zu verbessern: Das Gewebe wird mit Aluminium bedampft. Eine adäquate Technik ist die perlmuttbeschichtete Ware „Perl“, die zusätzlich ein geringeres Knickverhalten aufweist.
- Aluminiumlamellen (Alu-Lamellen) Durch die konkav/konvex geformten Lamellen sind sie stabiler und haben dank der Beschichtung eine gute Reflexionswirkung und Raumauslichtung. Weil Alu-Lamellen pflegeleicht und resistent gegenüber Bakterien, Schimmel und Verrottung sind, werden sie bevorzugt im Pflegebereich eingesetzt, wo hohe Anforderungen an Hygiene und Feuchtigkeitsresistenz gelten.
-
Außenbeschattung
Sammelbegriff für außerhalb des Fensters angebrachte Vorrichtungen – dazu
zählen Rollos, Markisen, Jalousien oder Sonnensegel. Ein Beispiel ist die
Gegenzuganlage, die auch bei waagerechten Fenstern einsetzbar ist und
mehrere Felder gekoppelt beschattet. Teiltransparente Gewebe bieten dabei Sonnenschutz und
gleichzeitig eine gute Durchsicht nach außen.
Ehrlich: Außenbeschattung gehört nicht zu unserem Sortiment – wir fertigen innenliegenden Sonnenschutz nach Maß. -
Außenjalousien
Speziell für den Außenbereich entwickelte Jalousien, auch als
Außenraffstores bekannt. Sie müssen höchste Anforderungen an
Witterungsbeständigkeit erfüllen und verbinden gute Reflexionseigenschaften mit
hochmodernen Steuerungen als Fassadengestaltungselement im Objektbereich.
Die Kehrseite gehört dazu: Sie sind leider nicht bei jedem Wetter nutzbar, haben höhere Investitionskosten und sind pflegeaufwendiger, da sie spezielle Reinigungs- und Wartungsarbeiten benötigen.
Ehrlich: Außenjalousien führen wir nicht. Wer die Lamellen-Optik und die stufenlose Lichtlenkung möchte, findet sie innen bei der Alu-Jalousie. - Außenliegender Sonnenschutz Siehe Außenbeschattung. Die einfallende Sonnenenergie wird besser abgefangen, weil die Sonnenstrahlung den Innenbereich gar nicht erst erreicht. Der nicht absorbierte Teil der Wärme – aufgeteilt in Wärmestrahlung und Wärmekonvektion (Wärmetransport durch Luftbewegung) – wird in Richtung Glasscheibe weitergegeben. Stellt die Scheibe einen hohen Widerstand dar, gelangt die Wärme schlechter ins Rauminnere und die Wohnraumtemperatur sinkt.
- Außenraffstores Vorgelagerte Sicht- und Sonnenschutzeinrichtung an Fenstern, auch Außenjalousien genannt, hauptsächlich an größeren Objekten zu finden (Industriegebäude, Krankenhäuser, Schulen). Die robusten Lamellen sind regen- und windfest, frostbeständig und weitgehend resistent gegen Öl, Lösungsmittel und Industrieluft.
B
-
Baldachin
Ursprünglich ein aus dem Iran stammender kostbarer Seidenstoff, später der
Stoffüberzug über Thron, Altar, Kanzel oder Himmelbett. Als Sonnenschutz meint der
Baldachin heute eine Deckenbeschattung für Wintergärten, Pergolen,
Glasdächer, Veranden und Deckenverkleidungen. Geschätzt werden die leichte Montage,
der Sonnen- und Regenschutz und die wohnliche Atmosphäre.
Praxishinweis: Das mit Spezialfolie ausgestattete Sonnenschutzelement ist nur in rechtwinkligen Räumen anwendbar. Im Sortiment führen wir keine Baldachine; für Glasdächer innen gibt es Plafond-Plissees. - Behang Der bewegliche Teil einer Anlage – bestehend aus dem Fallstab und einem Flächengewebe in zwei Ausführungen. Es gibt auch einwandige Rollladenstäbe aus Kunststoff und Aluminium.
- Beschattungsstoffe Auch als Markisenstoffe bezeichnet und in der Regel für den Außenbereich gedacht. Die spezielle Stoffkonstruktion in Anlehnung an die Kettenwirktechnik sorgt für eine angenehme Klimaregulierung: Die gleichmäßige Luftzirkulation und der Abfluss der Stauwärme halten die Temperaturen erträglich. Dank Teflon-Beschichtung sind die Gewebe oft wasserabweisend und verrottungsfest.
-
Bildschirmarbeitsplatz
Arbeitsplatz mit Bildschirm, an dem nicht Verdunkelung zählt, sondern Blendfreiheit bei
erhaltener Sichtverbindung nach draußen.
Rechtsstand: In Deutschland wurde die eigenständige Bildschirmarbeitsplatzverordnung (BildschArbV) Ende 2016 aufgehoben – ihre Anforderungen sind seither Teil der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). - Black-Out-Stoffe Hauptsächlich im Objektbereich eingesetzter, durch Mehrfachbeschichtung absolut lichtundurchlässiger Stoff. Unterschieden werden drei Stufen: Abdunkelung, Verdunkelung und Totalverdunkelung (zum Beispiel im Fotolabor). In Konferenzräumen haben sich bedienungsfreundliche Vertikaljalousien mit Black-Out-Gewebe durchgesetzt.
C
- Cosiflor Eine der beiden Systembezeichnungen, unter denen unsere Plissees geführt werden – die zweite ist Interdeco. In der Plissee-Auswahl lässt sich gezielt nach System filtern.
-
Crush
Eine Stoffoptik, die in unserer Plisseestoff-Kollektion als eigene Muster-Kategorie neben
„einfarbig“ und „gemustert“ geführt wird – sie lässt
sich in der Stoffauswahl also gezielt ansteuern.
Nicht verwechseln: Crush ist diese Plissee-Stoffoptik – Crash ist ein Gardinengewebe mit Knitteroptik, das nicht gebügelt werden darf.
D
- Dachfenster-Plissee Plissee für schräg eingebaute Dachfenster. Weil der Behang hier nicht frei hängen kann, wird er oben und unten verspannt geführt und bleibt dadurch in jeder Position stehen.
- Diffuses Licht Kein völlig dunkler Raum, sondern gestreutes, blendfreies Licht – die Zwischenstufe zwischen Abdunkelung und Vollverdunkelung. Typisch gefordert in Räumen mit Bildschirmen.
- DIN Abkürzung für das Deutsche Institut für Normung. Beim Sonnenschutz begegnen einem die Normen vor allem beim Brandschutz, bei der Lichtechtheit und bei Verdunkelungsanlagen.
E
- Einfallschiene Ein U-Profil, in welches ein Fallstab eingeführt wird. Mit Zusatzdichtungen erreicht die Einfallschiene einen luftdichten Abschluss nach unten.
- Endloskette Die umlaufende Bedienkette des Seitenzugrollos: Sie bewegt den selbsthemmenden Seitenzug, der den Behang in jeder Position hält. Neben der Endlos-Kugelkette gibt es die Ausführungen Gurtband und Perlen-Zugschnur.
F
- Fallarmmarkisen Siehe den Sammel-Eintrag Markisen.
- Fallstab Ein farbbeschichtetes oder eloxiertes Aluminium-Hohlkammerprofil mit seitlichen Führungsgleitern und einem schaumstoffgefüllten Dichtungsschlauch an der Unterseite – für den lichtdichten Abschluss an der Fensterbank.
- Faltrollos Innenliegende Beschattung, die wegen ihrer weichen Optik gerne eingesetzt wird. Es gibt drei Ausführungen: mit Querstreben in speziellen Bändern, mit Querstreben in abgenähten Biesen oder mit senkrecht aufgebrachten Bändern. Der regelmäßige Schlaufenabstand sorgt für den gleichmäßigen Faltenfall; gefertigt wird in traditioneller Näh- und Bügeltechnik. Geliefert wird vormontiert – mit Aluminiumschienen mit Kammern, der Behang ist mit Klettband ausgestattet. Varianten sind das Raffrollo und das Wolkenraffrollo.
-
Faltstores
Die zweite Bezeichnung für das Plissee
– ein hochziehbarer Store aus gefaltetem Stoff, entwickelt für den innenliegenden
Sonnenschutz. Seine Stärken: geringes Gewicht, niedrige Pakethöhe, leichte Bedienung
und einfache Montage. Besonders geeignet ist er für Fenster mit Sonderformen wie
Rundbogen-, Dreiecks- und Trapezfenster. Handelsübliche Faltenbreiten sind ca.
20 mm; geliefert wird nach Maßanfertigung. Zur Eignung für
Feuchträume siehe den Eintrag
Plisseevorhang.
Nicht verwechseln: Der Faltstore ist dieses Plissee – der Fadenstore ist eine Gardine aus senkrecht hängenden Fäden. - Flächenvorhänge Ursprünglich aus Japan, auch als Schiebevorhang bezeichnetes dekoratives Vorhangsystem – geeignet für die Fenster- und Raumdekoration, als Schiebetür, Kulisse oder zur Raumabtrennung. Große Muster kommen auf der großen Fläche besonders gut zur Geltung. Befestigt wird mit Klettbändern an sogenannten Paneelwagen, die auf Rollen oder Gleitern laufen. Siehe Schiebevorhänge.
- Führungsschienen Bestehen meist aus 60 mm tiefem stranggepresstem Aluminium und sind mit zusätzlichen Dichtbürsten versehen. Zur Vermeidung von Lichtreflexion sind sie oft mattschwarz ausgekleidet.
G
- Gegenzuganlage Eine Form der Außenbeschattung, die auch bei waagerechten Fenstern einsetzbar ist und mehrere Felder gekoppelt beschattet.
- Gelenkarmmarkisen Große Markise, die meist einen Balkon oder Freiplatz überspannt. Die Gelenkarme sind beweglich und werden von Hand oder per Elektromotor ein- oder ausgefahren; seitlich können Sichtfächer angebracht werden. Siehe Markisen.
- g-total Einer der vier Kennwerte, die die Datenblätter unserer Rollostoffe je Dessin ausweisen – neben Reflexion, Transmission und Absorption. Beim Rollostoff Riva 3260 ist er mit 0,46 angegeben. Alle Werte sind ermittelte Durchschnittswerte und können innerhalb der handelsüblichen Toleranz abweichen; sie gelten immer dessinbezogen.
- Gruppensteuerung Einheitliche Steuerung motorisch betriebener Sonnen-, Blendschutz- und Verdunkelungsanlagen, bei der mehrere Antriebe gleichzeitig gesteuert werden.
H
- Halbtransparentes Gewebe Textiles Gewebe wie zum Beispiel Isotherm Soft, das trotz hoher Lichtdurchlässigkeit einen Sichtschutz zulässt.
- Hitzereflexion Der von der Materialbeschaffenheit abhängige reflektierte Teil der Sonneneinstrahlung.
-
Horizontal-Jalousien
Jalousien mit waagerecht angeordneten Lamellen, die über ein Bedienelement wendbar und
hochziehbar sind. Man unterscheidet Jalousien für den Innenbereich, Außen- und
Einbau- bzw. Verbundjalousien. Als Lamellenmaterial dienen hauptsächlich Aluminium,
Kunststoff oder Holz. Die konkav-konvex geformten Lamellen lassen sich durch Schnur-, Kurbel-
oder Motorbedienung in ihrer Winkelstellung verändern. Eingesetzt werden sie zur
Beschattung von Wintergärten, Wohnräumen, Arbeitsplätzen und Werkbereichen.
Ehrlich: Bei uns gibt es die innenliegende Variante – Alu-Jalousien mit 25-mm-Lamellen in Weiß und Silber als Fertigmaß.
I
- Innenliegender Sonnenschutz Seine Hauptaufgabe ist es, die durch die Fensterscheibe aufgenommene Wärmestrahlung weitestgehend zu reflektieren und so ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Dafür gibt es Produkte mit einer hochreflektierenden Schicht, an der die Sonnenstrahlung zurückgestrahlt wird, ohne in ihrer Wellenlänge verändert zu werden.
- Innensysteme Innenliegende Sicht-, Licht- und Sonnenschutzanlagen zum Verändern der Licht- und Sichtverhältnisse eines Raumes – dazu gehören Rollos, Jalousien, Plissees und Faltstores.
J
-
Jalousien
Sonnenschutz aus Aluminium-, Kunststoff- oder kunststoffbeschichteten Metall-Lamellen, die
waagerecht – also horizontal – angereiht sind. Montiert werden sie innen,
außen oder im Scheibenzwischenraum (Verbundjalousien): in
Fensternischen, an Fensterrahmen oder an Fensterflügeln. Modelle für draußen
müssen witterungsbeständig und sturmsicher sein.
Praxishinweis: Um einen Wärmestau vor den Fenstern zu vermeiden, wird ein ausreichender Abstand der Jalousie zu Fenster und Gebäude empfohlen.
Ehrlich: Direkt bestellbar sind bei uns innenliegende Alu-Jalousien mit 25-mm-Lamellen in Weiß und Silber als Fertigmaß. Maßgefertigte Jalousien aus Aluminium, Holz oder Bambus gibt es auf Anfrage.
K
- Kassettenmarkisen In einer Kassette vor äußeren Einflüssen geschützte Markise, die durch zwei an der Hauswand installierte Fallarme herausgezogen wird. Die Arme sind stufenlos verstellbar, dadurch ist fast jeder Neigungswinkel einstellbar; die Kassette schützt Markisenstoff und Technik. Siehe Markisen.
- Kassettenrollos Rollo, dessen Welle samt aufgewickeltem Stoff von einem Umbau umschlossen ist – der Kassette. Meist arbeiten Kassettenrollos mit Seitenzuggetriebe, sodass der Behang über eine seitliche Bedienkette heruntergelassen und aufgewickelt wird. Die Kassette schützt Rollostoff und Technik, zum Beispiel vor Staub.
-
Klemmträger
Halter, mit dem eine Anlage ohne Bohren am Fensterflügel klemmt. Voraussetzung:
Das Fenster muss sich öffnen lassen. Wie stark der Flügel sein
darf, hängt vom Modell ab – beim Klemmfix-Thermorollo SZ3 sind es ca.
2,2 cm.
Praxishinweis: Das Bestellmaß hängt von der Montageart ab, und die Abzüge unterscheiden sich zwischen Plissee und Rollo. Die verbindlichen Formeln stehen in den Ausmess-Ratgebern – bitte dort nachlesen, statt zu schätzen.
L
-
Lamellenvorhänge
Ein Lamellenvorhang besteht aus gleichmäßig breiten, senkrecht angeordneten
Lamellen aus Textilgewebe, Kunststoff oder Metallketten, die über Laufwagen mit der
Lamellenschiene verbunden sind; die Technik sitzt in der Schiene. Montiert wird freihängend
– dann sind die Lamellen beschwert und durch Abstandsketten verbunden – oder
verspannt an oberer und unterer Führungsschiene. Auch schräge Fensterformen
(Slope-Anlagen) und Dachflächenfenster sind möglich. Bei mittiger Teilung fährt
ein Teil des Lamellenpakets nach rechts, der andere nach links; bedient wird per Schnurzug
oder Kette, von Hand oder per Fernbedienung mit Elektroantrieb. Man findet ihn oft in
Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen.
Ehrlich: Lamellenvorhänge führen wir nicht – für stufenlose Lichtlenkung innen ist die Alu-Jalousie die Alternative. - Lichtechtheit nach DIN 54004 Die Klassifizierung der Farbechtheit von Textilien gegenüber Licht. Geprüft wird unter Xenonlicht, das die Sonnenstrahlung im Labor nachstellt – die ältere DIN 54003 prüfte dagegen gegen echtes Tageslicht. Bewertet wird auf einer Skala von 1 bis 8, wobei die „1“ die schlechteste und die „8“ die beste Lichtnote darstellt. Die Farbveränderung ist Folge der direkten Sonneneinstrahlung auf das Gewebe – dabei verändern sich hellere Farben schneller als dunklere Farbtöne. Die DIN 54004 betrachtet die Veränderung von Muster und Farbe im Verhältnis zur Typfärbung.
- Lichtreflexion Der Prozentsatz vom gesamten sichtbaren Sonnenlicht, welcher von der Verglasung nach außen reflektiert wird.
- Lichttransmission Der Prozentsatz vom gesamten sichtbaren Sonnenlicht, welcher die Verglasung durchdringt.
M
-
Markisen
Der Begriff geht auf das französische „Marquise“ zurück – das
Zeltdach vor den Offizierszelten. Heute ist die Markise wie ein Dach, das oberhalb von
Fenstern, Balkonen und Schaufenstern angebracht wird und ganzjährig Licht-, Sicht-,
Blend- und Sonnenschutz bietet. Verwendet werden Markisenstoff oder Lackfolie; die Gewebe
sind licht- und wetterbeständig, reißfest, farbecht, luftdurchlässig,
wasserabstoßend, immun gegen Bakterien und Textilschädlinge sowie
schnelltrocknend, pflegeleicht und nachimprägnierbar. Befestigt wird über eine
Tragkonstruktion an Fassade, Hauswand, dem darüberliegenden Balkon oder der Traufe;
bedient wird per Handkurbel oder elektromotorisch – mit Fernbedienung oder
automatischer Steuerung über Wind- und Sonnenwächter.
Unterschieden werden Schrägmarkisen (Gelenkarm- oder Fallarmmarkisen), Korbmarkisen sowie Senkrecht- bzw. Fassadenmarkisen, die ganz oder teilweise ausstellbar sind – die drei geläufigsten Bauarten stehen in den nächsten drei Einträgen.
Wichtig für alle Markisen: Eine nass eingefahrene Markise muss nach dem Regen umgehend im ausgefahrenen Zustand getrocknet werden, um Materialschäden zu vermeiden und einen Schimmel- oder Pilzbefall zu verhindern.
Ehrlich: Markisen jeder Bauart führen wir nicht – unser Sonnenschutz sitzt innen am Fenster. - Fallarmmarkisen Zwei an der Hauswand installierte Fallarme ziehen das eingerollte bzw. gefaltete Markisentuch heraus. Der Beschattungseffekt ergibt sich aus Anbringungshöhe und Ausfahrwinkel; ein variabler Neigungswinkel ist durch die stufenlose Verstellbarkeit der Arme auf den Standrohren möglich. Typisch für die einheitliche Abschattung von Fensterfronten an Objektgebäuden. Siehe Markisen.
- Korbmarkisen Verspannte Markisen, die gerne vor Schaufenster von Geschäften und Warenhäusern gesetzt werden, um die Blendwirkung auf die Scheibe zu vermindern und als Regenschutz zu dienen. Der Markisenstoff ist auf einen Korb verspannt und daher nicht frei tragend. Es gibt sie freistehend oder klappbar, rund, oval, trapez-, kegel-, glocken- oder pyramidenförmig, meist aus Lackfolie oder Markisenstoff. Siehe Markisen.
- Vertikal-Kassettenmarkisen Idealer Sonnenschutz, wenn kein Platz für eine ausladende Markise vorhanden ist: Auf Markisenarme und Armbefestigungen wird verzichtet, die Markise fällt senkrecht herunter. Als Zubehör gibt es Seitenfächer (Seitenteile) und Regenschutzdächer. Bedient wird per Stab- oder Kurbelantrieb, Schnur- oder Flaschenzug, Elektromotor, Fernbedienung oder als computergesteuerte Sonnenschutzzentrale mit Sonnen-, Wind- und Regenwächter – als Einzel-, Gruppen- oder Zentralsteuerungsanlage. Siehe Markisen.
- Mittelzugrollos Rollo, dessen Rollowelle mit einer Spannfeder ausgestattet ist. Durch das Herunterziehen des Behangs wird die Feder stärker gespannt, sodass Zugkraft entsteht; eine Sperrfunktion verhindert, dass sich das Rollo unbeabsichtigt aufrollt. Ein leichter Zug löst die Sperre, und das Rollo wickelt sich kontrolliert auf. Auch als Springrollo oder Schnapprollo bekannt.
N
-
Nischenmontage
Die Anlage sitzt innerhalb der Fensternische, also zwischen den seitlichen Laibungen –
die ruhigste Optik, weil nichts vor die Wand baut.
Praxishinweis: Fensternischen sind selten exakt rechtwinklig. Messen Sie die Breite an mindestens drei verschiedenen Stellen und rechnen Sie mit der kleinsten gemessenen Breite. Welche Abzüge dann gelten, unterscheidet sich je nach Produkt – die verbindlichen Formeln stehen in den Ausmess-Ratgebern.
O
- Oberlicht Fenster oder Glasflächen an der Decke eines Raumes. Ihre Beschattung übernehmen Plafondanlagen – bei uns die Plafond-Plissees.
- Oberschiene Das obere Profil, in dem die Technik einer Anlage sitzt. Bei unserer Alu-Jalousie misst das Oberschienenprofil 25 x 25 mm und besteht aus Metall; sie wird über zwei Träger mit Riegelbefestigung montiert – der Riegel wird nach dem Einsetzen der Oberschiene nur umgelegt.
P
- Pakethöhe Die Höhe, die der geraffte Behang im hochgezogenen Zustand einnimmt – sie geht am Fenster als Sichtfläche verloren. Beim Plissee wächst sie nur langsam mit der Anlagenhöhe: 50 cm Anlagenhöhe ergeben ca. 6 cm, 100 cm ca. 7 cm, 150 cm ca. 8 cm, 200 cm ca. 9 cm und 250 cm ca. 10 cm Pakethöhe.
- Paneltrac / Paneltrack Ursprünglich in Japan beheimatetes, auch als Flächengardine und Schiebevorhang bezeichnetes dekoratives Vorhangsystem – als Raum- und Fensterdekoration, Raumteiler, Kulisse oder Schiebetür. Durch die großflächigen Stoffbahnen kommen große Muster besonders gut zur Geltung. Die einzelnen Bahnen werden mittels Klettbändern an Paneelwagen befestigt und auf Rollen im Schienensystem bewegt.
- Pavillon Ein auf vier Stützen aufgesetztes Zelt, das zu allen Seiten offen ist. Ein Pavillon bietet Sonnen- und Regenschutz und wird sehr häufig in Außenanlagen und Gärten aufgestellt – im Sortiment haben wir ihn nicht.
- Perlglanz Neuartige Blendschutz-Beschichtung als Alternative zur Alubedampfung – mit besserem Schutz vor Lauge und Säuren sowie hoher Resistenz gegen Insektenexkremente. Die Metallpigmentbeschichtung ist pflegeleicht und besonders für den Bereich von Bildschirmarbeitsplätzen geeignet. Perlglanz-Effekte werden sehr häufig in Plissee- oder Rollostoffen verarbeitet.
- Plafondanlagen Der Begriff kommt aus dem Französischen (Plafond = Decke des Raumes). Plafondanlagen beschatten Oberlichter – Fenster oder Glasflächen an Decken – in Wintergärten, an Glasdachflächen (etwa Sporthallen) oder bei Deckenöffnungen. Hauptsächlich werden dafür Faltstores bzw. Plissees oder Lamellenvorhänge verwendet; die Bedienung ist von Hand oder elektrisch möglich. Die häufigste Bezeichnung ist das Plafond-Plissee, auch Wintergarten-Plissee genannt.
-
Plisseevorhang (Plissee)
Der Plisseevorhang – im Allgemeinen einfach Plissee genannt – dekoriert mit den
unterschiedlichsten Formen und Dessins viele Fenster. Als Behang dient ein
gefalteter Stoff; die zweite gängige Bezeichnung ist
Faltstore. Sonderformen für Rundbogen-,
Dreiecks- oder Trapezfenster sind Spezialanfertigungen.
Praxishinweis: Für Feuchträume sind Plissees grundsätzlich geeignet – einzelne Stoffe bilden jedoch eine Ausnahme. Bei chlorhaltiger Luft, wie in Schwimm- und Hallenbädern, sollte der Stoff gesondert bewertet werden. -
Pulverbeschichtung
Eine Veredelung der Oberflächen von Metallteilen wie Stahl und Aluminium. Bei der
elektrostatischen Pulverbeschichtung wird statisch aufgeladenes Pulver auf das geerdete
Werkstück gesprüht; anschließend durchlaufen die Werkstücke einen
Trockner, wobei das Pulver zu einem glatten Film vernetzt. Das Ergebnis ist sehr langlebig
und im Gegensatz zu Farbe auch kratz- und schlagfester.
Bei uns im Einsatz: Die weißen Griffschienen vom Plissee bestehen aus pulverbeschichtetem Aluminium.
Q
- Querstreben Die waagerechten Aussteifungen im Behang eines Faltrollos. Sie stecken entweder in speziellen Bändern oder in abgenähten Biesen und sorgen zusammen mit dem regelmäßigen Schlaufenabstand für den gleichmäßigen Faltenfall. Siehe Faltrollos.
R
- Raumteiler Ursprünglich aus Japan, auch als Schiebevorhang bezeichnetes dekoratives Flächenvorhang-System zur Raumabtrennung – ebenso geeignet für die Fenster- und Raumdekoration, als Schiebetür oder Kulisse. Befestigt wird mit Klettbändern an Paneelwagen, die auf Rollen oder Gleitern laufen.
-
Reflexion
Die vom Verglasungssystem nach außen reflektierte Summe der Sonnenenergie: 100 %
bedeutet vollkommene Reflexion, 0 % totale Durchlässigkeit.
Praxis: Beim Rollostoff Riva 3260 sind 29 % Reflexion und 71 % Transmission ausgewiesen – ermittelte Durchschnittswerte, immer dessinbezogen. - Rollos Eines der bekanntesten Sonnenschutz-Produkte – Funktionsweise und Bedienung wurden in den letzten Jahren mehrfach optimiert. Gefragt sind Rollos für Verdunkelung, diffuses Licht (zum Beispiel in PC-Räumen), Sonnenreflexion, UV-Strahlenabsorption sowie wegen Schwerentflammbarkeit und Pflegeleichtigkeit. Beim Mittelzugrollo (auch Springrollo oder Schnapprollo) sitzt ein Federmechanismus in der Welle; beim Seitenzugrollo (Kettenzugrollo) bewegt ein selbsthemmender Seitenzug mittels Endloskette den Behang. Bei übergroßen Einrichtungen kommen Rollos mit Gurtband zum Einsatz, auch ein Elektromotor ist möglich.
- Rollraumverkleidung Einrichtung zum Schutz und zur Verdeckung einer Verdunkelungsanlage. Beim direkten Einbau in die Decke kann auf eine spezielle Rollraumverkleidung verzichtet werden, wenn gewährleistet ist, dass über die Decke kein Licht eintritt. Auf eine Ablaufleiste darf auf keinen Fall verzichtet werden. Fertigelemente sind auch für den nachträglichen Einbau lieferbar.
S
- Schiebevorhänge Auch Flächenvorhänge oder Schiebegardinen genannt – dekorative Sicht- und Sonnenschutz-Elemente, ursprünglich aus Japan. Eingesetzt werden sie als Schiebetür, Kulisse oder zur Raumabtrennung. Die Befestigung geschieht durch Klettbänder an sogenannten Paneelwagen, die auf Rollen oder Gleitern laufen; in manchen Ländern ist das System als Paneltrac bekannt.
- Schnurzugrollos / Seitenzugrollos Bei diesem Rollo bewegt ein selbsthemmender Seitenzug mittels Endloskette die Auf- und Abwicklung auf der Welle; der Behang lässt sich in jeder Position arretieren. Mögliche Ausführungen sind Endlos-Kugelkette, Gurtband und Perlen-Zugschnur – für übergroße Einrichtungen kommen Rollos mit Gurtband zum Einsatz.
- Screen-Gewebe Ein besonders reißfestes, PVC-beschichtetes Textilgewebe, das extreme Belastungen im Sonnenschutz überdauert: Es kann schon während der Beschichtung mit hoher Verspannung belastet werden und weist ein äußerst geringes Dehnungsvermögen auf. Am Markt gibt es zwei Arten – das Glasfaser-PVC-Screen-Gewebe und Polyester-Screens. Sie halten Sonnenenergie ab, ohne die Durchsicht zu nehmen, und finden sich in der aktuellen Kollektion von Plissee und Rollos wieder.
- Senkrechtbeschattung Licht- und Sonnenschutz zur Vertikalbeschattung im Innen- oder Außeneinsatz – mit Rollos, Jalousien, Lamellen oder Markisen. Für großflächige Anlagen werden zentral gesteuerte Elektroantriebe genutzt, die Wind- und Sonnenwächter besitzen.
-
Slope-Anlagen
Sonderformen von Lamellenanlagen und Faltstores für abgeschrägte Flächen, wie
sie oft bei Dach- und Giebelfenstern vorkommen: Die Längen werden exakt den Maßen
der abgeschrägten Fensterseite angepasst. Auch als Trapez- und Dreieckskonstruktionen
erhältlich. Am häufigsten kommen dabei Plissees in Sonderformen zum Einsatz, da die
Technik sehr ausgereift ist.
Praxishinweis: Bei Schrägen sollte vorsichtshalber immer zweimal gemessen werden, damit Fehler in den Maßangaben vermieden werden. - Solarabsorption, Solarreflexion und Solartransmission Die drei Prozentwerte, die beschreiben, was ein Verglasungssystem mit der Sonnenenergie macht: Die Solarabsorption ist der Anteil, der aufgenommen wird (je niedriger der Wert, desto geringer die Absorption); die Solarreflexion ist der Anteil, der nach außen zurückgestrahlt wird (je höher der Wert, desto höher die Reflexion); die Solartransmission ist der Anteil, der hindurchdringt (je kleiner der Wert, desto geringer die Durchlässigkeit).
- Solarflor Vertikallamellen, die mit Stoff bezogen und imprägniert sind. Sie sind daher sehr pflegeleicht und werden oft in Arztpraxen eingesetzt.
- Sonnenschutz Der Oberbegriff für Innen- und Außenbeschattung. Mit Sonnenschutz lassen sich unter anderem Innentemperatur und Lichteinfall regulieren.
-
Sonnenschutzglas
Häufig auch als Spiegelglas geführt. Eingesetzt wird es an
Außenfassaden und in Atrien von Büro- und Geschäftshäusern sowie Sport-
und Kulturbauten; geschätzt werden Blendschutz und Optik.
Die Erfahrung zeigt Grenzen: Die Thermik großflächig verglaster Gebäude erwies sich als schwieriger steuerbar als zunächst angenommen, außerdem schluckten sie einen erheblichen Anteil des sichtbaren und für das Wohlbefinden wichtigen Tageslichtes. Es wird deshalb unbedingt empfohlen, einen innenliegenden Blendschutz mit beschichtetem Gewebe anzubringen – genau das ist unser Metier. - Sonnenwächter Steuerungselement einer motorisch betriebenen Sonnenschutzanlage (zum Beispiel einer Markise), das mit Lichtsensoren ausgestattet ist, auf Lichtveränderung reagiert und daraufhin den Antrieb steuert.
- Springrollos / Schnapprollos Auf einem Federmechanismus basierende Methode zur Aufwicklung des Rollostoffes auf eine Welle: Beim Herunterziehen wird die Federmechanik gespannt, ein Sperrhaken stellt die Rollowelle fest. Ein kurzer Zug an Schnur oder Lasche löst die Arretierung, anschließend rollt sich das Rollo wieder auf. Durch leichten Zug nach unten oder Schub nach oben bleibt es in der gewünschten Position. Siehe Mittelzugrollos.
T
- Textilgewebe Ein einseitig mit lichtdichter PVC-Beschichtung versehenes Trägergewebe aus Trevira CS mit aufgeschweißten Taschen für die Aluminiumaussteifung – ein nach DIN 4102 B1 schwer entflammbarer Behang mit kleinem Wickeldurchmesser.
-
Topar ®
Ein eingetragenes Markenzeichen für eine patentierte Stoffveredelung, die für die
Herstellung von Plissees, Rollos und Lamellenvorhängen verwendet wird. Topar-Stoffe sind
sehr unempfindlich gegen Verschmutzungen wie Kondenswasser und Insektenexkremente und weisen
sogar eine Beständigkeit gegen alkalische Reinigungsmittel auf; dazu kommen schwere
Entflammbarkeit und ein optimaler Reflexionsgrad.
Pflege: So kann das Plissee einfach abgenommen und beispielsweise in der Badewanne in max. 30 °C warmem Wasser gesäubert werden. Wichtig dabei ist die Reinigung gemäß der Wasch- oder Pflegeanleitung. - Transmission Die Summe der gesamten Strahlungsintensität, welche die gegebene Verglasung durchdringt – angegeben in Prozent, wobei 100 % vollkommene Durchlässigkeit und 0 % totale Undurchlässigkeit bedeutet.
- Transmissionsfaktor Der prozentuale Anteil der eingestrahlten Energie, den das jeweilige Gewebe des Behangs durchlässt.
- Transparenzgruppen Die Ordnung, nach der wir Stoffe nach ihrer Lichtdurchlässigkeit sortieren: transparent, durchscheinend, lichtdurchlässig, abdunkelnd und verdunkelnd. In der Stoffauswahl lässt sich gezielt danach filtern – das ist der schnellste Weg von „Ich möchte es dunkel“ zum passenden Dessin.
- Trevira CS ® Das eingetragene Warenzeichen der Fa. Trevira GmbH & Co. KG (ehemals Hoechst AG). Trevira CS ® (Komfort und Sicherheit) beinhaltet eine vollsynthetische Faser auf Polyesterbasis. Dieses besondere Gewebe ist schwer entflammbar, da diese Komponente chemisch in das Gewebe eingebaut wurde.
U
- Ultraschallreinigung Eine hocheffiziente Reinigungsmethode für Sicht- und Sonnenschutz-Produkte und deren Zubehör – etwa Lamellenvorhänge inklusive der Schnüre, Ketten, Bänder, Gewichte und Halter. Die hohen Beschleunigungskräfte des Ultraschalls erzeugen innerhalb von Sekunden ein Vakuum und hohe Temperaturen in der Reinigungsflüssigkeit; das entfernt Bakterien, Pilze, Schmutz, Öl, Staub, Fett, Nikotin, Rauchablagerungen und Ruß. Dabei nimmt das Gewebe nachweisbar keinen Schaden – eine sehr schonende Reinigungsalternative.
- UV-Schutzfolien Sie dienen dem erhöhten Schutz vor Ausbleichen, Verspröden und Verblassen von Materialien wie Textilien, Tapeten und Teppichen. Je nach Hersteller-Produkt werden so bis zu 100 % aller UV-Strahlen abgewiesen.
- UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) Fotochemische, energiereiche und unsichtbare Strahlung in drei Formen: UV-C wird bis zu 100 % in der Atmosphäre von der Ozonschicht absorbiert; UV-B wird zum Teil durch die Atmosphäre absorbiert und ist die schädlichere Strahlungsform; UV-A ist die unschädliche Strahlungsenergie der Sonne. UV-B und UV-A sind wesentlich am Ausbleichen von Materialien beteiligt: Die Strahlen mit einer Wellenlänge von 380 nm sind zu 90 % für das Vergilben von Möbeln, Bildern und Dokumenten verantwortlich.
- UV-Transmission Die Gesamtheit des durch die Verglasung hindurchdringenden ultravioletten Spektralanteils der Sonnenstrahlung. 100 % entspricht der vollkommenen UV-Durchlässigkeit, 0 % der totalen Blockade.
V
- Verdunkelung VDA Aufrollbarer Behang, der eine Öffnung lichtdicht verschließen kann.
- Verdunkelungs-Anforderungen Im geschlossenen Zustand müssen Verdunkelungen lichtdicht verschlossen sein. Im Rollkasten im Bereich des Auslassschlitzes muss eine Ablaufleiste (Rutschleiste) in voller Breite vorhanden sein (DIN 18073).
- Verdunkelungsrollos Sie werden in verschiedene Verdunkelungstypen eingeteilt: Abdunkelung – ein gewisser Prozentsatz an Lichteinfall ist zulässig; diffuses Licht – zum Beispiel für PC-Räume; Vollverdunkelung – keinerlei Licht sollte in den Raum einfallen, etwa in Vortrags- und Konferenzräumen.
- Vertikal-Kassettenmarkisen Siehe den Sammel-Eintrag Markisen.
-
Vertikaljalousien
Sie dienen dem Sicht- und Sonnenschutz, gewinnen aber zunehmend auch als dekoratives Element
an Bedeutung. Bekannt sind sie ebenso als Lamellenvorhänge, Lamellenstores oder
Vertikalanlagen; die Lamellenanlage eignet sich für unterschiedlichste und schwierigste
Fensterformen.
Ehrlich: Vertikalanlagen führen wir nicht – siehe Lamellenvorhänge. -
Vorhänge
Wichtiger Bestandteil der Wohnraumgestaltung: Material, Farbe, Struktur, Muster und Art der
Aufhängung beeinflussen die Atmosphäre eines Raumes. Farbliche Gestaltung und
Dessins sollten auf die Einrichtung abgestimmt sein.
Hier steht die Wirkung im Raum – die Gewebe-, Band- und Näh-Begriffe rund um Gardine und Vorhang führt das Gardinen-Lexikon.
W
- Wabenplissee Plissee mit einem speziellen Wabenstoff: Dadurch sind die Löcher für die Schnurdurchführungen nicht sichtbar. Das Ergebnis ist ein deutlich höherer Sichtschutz bzw. die Verringerung von Lichteinfallquellen.
- Wärmeschutz Es gibt zwei Bereiche – den innenliegenden und den außenliegenden Wärmeschutz. Beide dienen der Wärmedämmung. Der innenliegende erfüllt zusätzlich einen wohnlichen Aspekt und setzt farbliche Kontraste: Er spendet tagsüber Schatten, leitet abends das letzte Tageslicht in den Raum hinein und hält im Winter die Wärme im Raum.
- Wärmeschutzglas Verglasung, die Wärme im Raum hält. Hängt ein Behang davor, geben die Montagehinweise der Hersteller einen Rahmen vor: Zu achten ist auf einen ausreichenden Abstand zum Glas sowie auf ausreichende Be- und Entlüftung von mindestens 2 cm für Behangober- und -unterseite. Hängen mehrere Anlagen nebeneinander, ist ein Lichtschlitz (Stoff-Zwischenraum) von mindestens 4 mm zu lassen.
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Wärmeschutzrollos
Rollos mit einer speziellen Beschichtung, die der Jahreszeit entsprechend für eine
höhere Dämmung sorgt. Beim Klemmfix-Thermorollo SZ3 ist die Rückseite
silberfarbig ausgeführt (Reflektionsbeschichtung), der Stoff besteht aus 100 %
Polyester und ist der Transparenzgruppe verdunkelnd zugeordnet.
Wichtig: Die Reflexionswirkung stellt sich nur bei sachgerechter Montage ein – dazu gehört eine effektive Belüftung zwischen Glasscheibe und Rollo. -
Wintergarten-Beschattung
Sonnenschutz für Räume mit umlaufenden Glasflächen – dafür sind
besondere Produkte erforderlich. Innen übernehmen das Plafond-Plissees
oder die Rollotechnik, bedient per Schnurzug, Schubstange, Kurbel, elektrisch mit Schalter
oder Fernbedienung. Ein Baldachin – das mit Spezialfolie ausgestattete
Sonnenschutzelement – ist allerdings nur in rechtwinkligen Räumen anwendbar.
Wintergartenmarkisen sind nur als Sonnenschutzanlagen zu gebrauchen und bei Regen einzufahren.
Wichtig: Eine nass eingefahrene Markise muss nach dem Regen umgehend im ausgefahrenen Zustand getrocknet werden, um Materialschäden zu vermeiden oder einen Schimmel- oder Pilzbefall zu verhindern. - Wolkenraffrollos Eine Variante des Faltrollos, bei der durch die aufgenähten Raff- und Gardinenbänder gebogene Falten über die gesamte Behangfläche entstehen.
X
- Xenonlicht Das Prüflicht der DIN 54004, der neueren der beiden Lichtechtheits-Normen: Die DIN 54003 prüft die Lichtechtheit gegen Tageslicht (alte Norm), die DIN 54004 gegen Xenonlicht (neue Norm). Beide bewerten von 1 bis 8 – Note 1 steht für geringe, Note 8 für höchste Lichtechtheit.
Z
- Zentralsteuerung Die größte Ausbaustufe der Steuerung motorisch betriebener Anlagen: Sie werden als Einzel-, Gruppen- oder Zentralsteuerungsanlagen ausgeführt – bei Außenanlagen ergänzt um Sonnen-, Wind- und Regenwächter.
- Zugschnur Neben der Endlos-Kugelkette und dem Gurtband die dritte Bedien-Ausführung beim Seitenzug – als Perlen-Zugschnur. Beim Mittelzugrollo sitzt die Schnur dagegen mittig und löst den Federzug.
Innenliegender Sonnenschutz aus unserem Sortiment
Aus dem Lexikon ins Fenster: je ein Beispiel pro Bauform – vom verspannten Plissee nach Maß bis zur Alu-Jalousie im Fertigmaß.
Begriff geklärt – und jetzt ans Fenster?
Wenn Sie unsicher sind, welche Bauform zu Ihrem Fenster passt oder welcher Stoff wie viel Licht lässt, beraten wir Sie gerne persönlich: telefonisch unter +49 (0) 3606 5062500 oder über das Kontaktformular.
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