Gardinen-Lexikon von A bis Z
Von Ajour bis Wirkware, von Bleiband bis Rapport: Am Fenster treffen Gewebenamen, Bandbezeichnungen und Näh-Vokabular aufeinander. Hier stehen sie an einem Ort – jeweils in zwei, drei Sätzen erklärt und, wo es weitergeht, mit dem Weg zum passenden Ratgeber.
Bild KI generiert Gewebe, Bänder, Nähte – drei Sprachen an einem Fenster
Gardinen werden aus den unterschiedlichsten Stoffen und Geweben hergestellt – und jedes davon trägt einen eigenen Namen. Damit möglichst viel Licht in den Wohnraum fällt, entstehen Gardinen meist aus transparenten Gardinenstoffen. Dekostoffe, aus denen Übergardinen und Vorhänge gefertigt werden, sind dagegen aus festem Gewebe und lassen deutlich weniger Licht durch.
Dazu kommt eine zweite Begriffswelt: die Bänder und Köpfe, die oben in die Gardine eingenäht sind, und das Näh-Vokabular rundherum. Diese Begriffe sind bisher über einzelne FAQ-Antworten verstreut – zum Nachschlagen gebündelt waren sie an keiner Stelle. Beide Welten stehen hier zusammen – in einer Liste, weil sie am Fenster auch zusammen vorkommen.
Begriffe mit einem Chip darunter führen weiter: in den Ratgeber, der das Thema ausführt. Was Sie hier nicht finden, sind Beschattungs- und Technikbegriffe – die wohnen im Sonnenschutz-Lexikon (siehe unten).
Begriffe von A bis Z
A
- Ajour-Stoffe Dieses Stoffgewebe ist durchbrochen und wird mit einer hohlsaumartigen und/oder stickereiähnlichen Musterung bzw. Verzierung versehen.
- Architekten-Tüll Gardinenstoff in einer groß- und grobmaschigen, gitterartigen Gewebestruktur.
- Ausbrenner Sehr leichte und feine Stoffe mit einem Durchbruchmuster (transparent) auf dichtem Untergrund. Das Gardinen-Dessin, welches durch ein aufwendiges Verfahren hergestellt wird, besitzt Teile von Mustergarn, welche ausgeätzt sind.
B
- Batist (gewebte Stoffe) Dieses Gewebe ist aus Baumwolle und Chemiefasern hergestellt und wird in die Kategorie der feinfädigen, leinwandartigen, leichten und duftigen Gewebe eingestuft.
- Baumwolle Stoffe und Gewebe aus Baumwolle sind sehr reißfest und filzen nicht. Sie sind zudem sehr saugfähig – dadurch werden gedruckte Muster gut aufgenommen, und der Stoff lässt sich leicht verarbeiten. Baumwolle ist aus Zellulosefasern hergestellt. Deshalb kann dieses Gewebe beim Waschen einlaufen, unter Umständen knittern und bei sehr grellem Sonnenschein sogar ausbleichen.
- Bleiband Ein Bleiband wird in den unteren Saum von leichten Gardinen (Stores) eingearbeitet. Das Gewicht sorgt dafür, dass der weiche Stoff schön und gerade nach unten fällt.
- Bleistiftfaltenband Ein Faltenband für klassische, gleichmäßige Stehfalten – die Falten stehen schmal und aufrecht nebeneinander, daher der Name. Die gleiche Faltenoptik liefert das Smaragdfaltenband.
- Bobinetgardinen Bobinetgardinen werden nach einem ähnlichen Prinzip wie beim Flechten hergestellt. Deshalb ähneln diese Gardinen auch Häkel- bzw. Spitzengardinen und werden beispielsweise für klassische Fensterdekorationen verwendet.
- Broché Dieses Stoffgewebe wird in einem recht aufwendigen Herstellungsprozess produziert. Zurückzuführen ist das auf stickereiartige Effekte und zusätzlich in das Stoffgewebe eingearbeitete Fäden.
- Brokat Brokat-Stoffe bestehen aus gemusterter Seide bzw. hochwertigem Jacquardgewebe mit integrierten Metallfäden, die meist mit Blumenmustern versehen sind und wie gestickter Stoff aussehen. Brokat ist in den meisten Fällen aus Baumwolle oder Baumwollgemischen hergestellt, was den Stoff sehr schwer macht. Vorteile dieses Gardinenstoffes sind die hohe Strapazierfähigkeit und die guten Pflegeeigenschaften. Brokat-Stoff wird nicht nur als Dekorationsstoff verwendet, sondern findet auch für Möbelbezüge seine Anwendung.
C
- Chenille Dieser Deko- bzw. Gardinenstoff wird aus einem samtartigen, raupenähnlichen Faden verarbeitet, welcher seitlich absteht. Das führt zu einer leichten unregelmäßigen Oberflächenstruktur, welche ein sehr reizvolles Dessin ausmacht.
- Chiffon Dieses Gewebe besteht aus einem transparenten und duftig schleierhaften Stoff, welcher aus Seide oder Kunstseide hergestellt wird. Chiffon wird sehr gerne als Gardinenstoff verwendet.
- Chintz Chintz ist ein relativ dichter Baumwollstoff, welcher durch seinen Glanzeffekt hervorsticht. Die Oberseite dieses Stoffes ist beschichtet und wirkt äußerlich wie leicht gewachst. Chintz-Stoffe sind unter anderem staub- und schmutzabweisend, und ihre Beschichtung ist sehr langlebig.
-
Crash
Dieses Gewebe wird aus unterschiedlichen Materialien hergestellt und erhält seine
auffällige Knitteroptik durch Press- und Wärmeeinwirkung.
Crash-Stoffe dürfen aus diesem Grund nicht gebügelt werden.
Nicht verwechseln: Crash ist ein Gardinengewebe – Crush ist eine Stoffoptik aus der Plisseestoff-Kollektion. - Cretonne Dieses Baumwollgewebe ähnelt einem unbeschichteten Chintz-Stoff. Auch dieser Baumwollstoff ist äußerst robust und waschbar.
- Crêpe Als Crêpe bezeichnet man Stoffe mit einer feinkräuseligen Oberfläche. Hier unterscheidet man zwei Gruppen: die echten Crêpe-Gewebe, zu denen Stoffe wie Crêpe de Chine, Crêpe Georgette sowie Crêpe Mousseline gehören, und die unechten Crêpegewebe, die in ihrer Optik durch eine thermische Behandlung imitiert werden.
D
- Damast Dieser Stoff wird mit großen floralen oder ornamentalen Mustern und Motiven versehen. Damast-Stoffe bestehen aus einer schweren Seidenqualität und haben eine jahrhundertelange Tradition. Heutzutage wird Damast aus Pflegegründen auch aus Baumwolle und Mischgeweben produziert.
- Dekoschal (Seitenschal) Ein Dekoschal – auch Seitenschal genannt – ist oft aus schwererem, farbigem Stoff und rahmt das Fenster links und rechts ein. Das Gegenstück ist der Store, der als transparente Fläche vor der Scheibe hängt.
F
-
Fadenstore
Fadenstores werden maschinell mit gewirkten oder gehäkelten Fäden ohne
Querverbindung hergestellt. Diese Fäden hängen senkrecht herunter und können
problemlos durch Abschneiden auf eine beliebige Höhe gekürzt werden.
Nicht verwechseln: Der Fadenstore ist eine Gardine – der Faltstore ist die zweite Bezeichnung für das Plissee. - Faltenband (Kräuselband) Das Faltenband – auch Kräuselband genannt – ist oben in die Gardine eingenäht. Durch Ziehen der darin liegenden Schnüre legen Sie die Gardine in gleichmäßige Falten. Welche Faltenoptik dabei entsteht und wie viel Stoff Sie dafür brauchen, hängt von der gewählten Bandvariante ab.
- Faltenlegehaken Kleiner Kunststoffhaken, der in die Fadenschlaufen eines Kräusel- bzw. Gardinenbands eingehängt und auf die Ringe der Gardinenstange geklipst wird – er übersetzt also das Band in die Aufhängung. Wie das Schritt für Schritt geht, zeigt der Stangen-Ratgeber.
G
- Gardine (und der Unterschied zum Vorhang) Gardinen sind meist leichter und transparenter, während Vorhänge häufig dichter gewebt und dekorativer sind und mehr Sichtschutz bieten. Im Alltag werden beide Begriffe oft synonym verwendet.
- Gaze Gaze ist ein lockerer, gewebter Stoff aus weicher Baumwolle oder einer Baumwoll-Polyester-Mischung. Gaze ist in ihrer Eigenschaft transparent, hauchdünn und aus diesem Grund auch leicht. An der Gewebeoberfläche sind teils die verzwirnten Kettfäden leicht strukturiert.
I
- Inbetween Dies sind Vorhangstoffe, welche ihren Anwendungsbereich als Gardine oder als Dekostoff finden. Zurückzuführen ist dies auf die Optik und die Gewebekonstruktion dieses Stoffes. Von der Eigenschaft her ist dieser Stoff transparent und etwas leichter als Dekostoff, aber wiederum dichter als eine Gardine. Inbetweens gibt es in vielen Farben und Dessins.
K
- Kräuselband Zweitbezeichnung für das Faltenband. Als Universalband (Kräuselband) steht der Name zugleich für die Bandvariante, die unregelmäßige Falten erzeugt.
M
- Marquisette (drehbindige Gardinenstoffe) Durch das feinfädige Stoffgewebe erreicht man einen weichen und fließenden Faltenfall. Der Einsatzbereich dieses Stoffes ist vielseitig, da dieses Gewebe aus Baumwolle oder Garnmischungen hergestellt wird. Bei der Gardinenwäsche kann Marquisette leicht einlaufen.
- Moiré Moiré-Stoffe sind aus Seide oder Halbseide hergestellt und mit Arabesken versehen, welche an eine Holzmaserung erinnern. Das typische Musterbild eines echten Moirés wird direkt nach dem Webverfahren erzeugt, indem der Stoff unter thermischer Einwirkung verpresst wird. Bei einem unechten Moiré wird das Motiv im Nachhinein auf das Gewebe geprägt.
- Mull (gewebte Gardinenstoffe) Mull ist ein leichtes Gewebe aus Baumwollstoff, welches auch Gauze oder Gaze genannt wird. Ursprünglich wurde Mull mit weichgedrehtem Baumwollgarn (Mulegarn) in Leinwandbindung gewebt. Aus der Bezeichnung Mulegarn entstand der Name Mull.
- Multifunktionsband Ein Multifunktionsband ist an die Oberkante der Gardine genäht und ermöglicht verschiedene Aufhängearten: Sie können die Gardine verdeckt auf eine Stange schieben oder Gardinengleiter für eine Schiene einhängen.
- Musselin Dieser gewebte Stoff ist leicht und feinfädig und wird meistens aus Baumwolle oder Baumwoll-Polyester-Mischungen hergestellt. Bevor dieser Gardinenstoff bearbeitet wird, sollte er gewaschen werden, da dieses Gewebe beim Waschen einläuft.
O
- Organza Organza ist ein feiner Stoff, dessen Gewebe aus Naturseide produziert wird. Die Eigenschaften von Organza sind transparent-durchsichtig mit einer sehr leichten, steifen Gewebestruktur.
- Öse / Ösenschal Ein Ösenschal ist ein Vorhang mit eingearbeiteten Metallösen, der direkt auf eine Gardinenstange geschoben wird. Dadurch entstehen gleichmäßige, moderne Falten – ganz ohne Ringe, Haken oder Gleiter.
R
- Rapport Der Rapport gibt an, in welchem Abstand sich das Muster auf dem Stoff wiederholt. Das ist wichtig, wenn Sie mehrere Schals nebeneinander hängen möchten – damit das Muster auf einer Linie liegt.
S
- Sablé Sablé-Stoffe sind meist mit einem besonderen Effekt versehen. Das ist darauf zurückzuführen, dass entgegengesetzt zu glatt-schimmernder Wirkware hierbei spezielle Strukturen eingearbeitet werden.
- Samt Samt nennt man jedes Tuch mit einem Flor, welcher kürzer als 3 mm ist. Hergestellt werden kann Samt aus Baumwolle, synthetischen Fasern oder Seide. Seine Anwendung findet Samt bei der Herstellung von Vorhängen oder Polsterungen. Bei der Verarbeitung sind besondere Vorgehensweisen zu berücksichtigen: Die Nähte müssen grundsätzlich in Strichrichtung der Gewebeoberfläche genäht werden, da sich der Stoff sonst zusammenziehen könnte und dadurch unerwünschte Falten entstehen.
- Satin Satin-Stoffe werden meistens aus Baumwolle hergestellt und besitzen eine seidig glänzende Oberfläche.
- Saumband Textilband mit hitzeaktivem Klebstoff: Es wird beim Kürzen zwischen Stoffrückseite und Umschlag eingelegt und festgebügelt – der neue Saum hält dann ohne Nähmaschine. Der Ablauf steht in der Kürz-Anleitung.
- Scherli-Marquisette (drehbindige Gardinenstoffe) Ein Marquisette-Stoff ist ein feinfädiges und gitterähnliches Gewebe in Dreherbindung. Früher aus Baumwolle hergestellt, wird Marquisette heutzutage meistens aus Polyesterfasern produziert. In Kombination mit Scherli (Ausschnitt) – auch Broché genannt – lässt sich damit eine aufwendige Musterung mit Applikationen herstellen.
- Schlaufenschal Schlaufenschals besitzen Stoffschlaufen zur einfachen Befestigung an Gardinenstangen und wirken besonders wohnlich und dekorativ.
- Seersucker Dieser bunt gewebte Stoff besteht aus Baumwolle oder aus einem Mischgewebe und hat eine reliefartige Oberflächenstruktur.
- Segeltuch Dieses schwere und grob verarbeitete Gewebe wird aus Leinengarnen oder Baumwolle hergestellt. Es eignet sich daher für einfache, schlichte und glatte Vorhänge. Eine weitere Anwendung sind lose Überzüge, welche für Polsterungen verwendet werden.
- Seide Seide ist einer der edelsten Stoffe und wirkt luxuriös, ist zudem weich und anschmiegsam sowie leicht zu färben. Seide ist leider nicht pflegeleicht und muss für den Einsatz in der Fensterdekoration unterfüttert werden – das heißt, an der Stoffrückseite wird ein weiteres Gewebe aufgenäht, was vor dem Ausbleichen und einer Brüchigkeit schützen soll. Die Reinigung ist grundsätzlich nur mit einer kalten Lösung möglich.
- Smaragdfaltenband Bandvariante für klassische, gleichmäßige Stehfalten – dieselbe Faltenfamilie wie beim Bleistiftfaltenband.
- Spitze Im Gegensatz zu früher wird Spitze heutzutage fast immer maschinell hergestellt. Früher wurde die Spitze in mühsamer Handarbeit produziert. Diese Gardine wird aus mehreren Fäden hergestellt und zudem meist kunstvoll gemustert. Die Fläche ist meist durchbrochen.
- Store Ein Store ist ein transparenter oder halbtransparenter Vorhang (meist weiß), der tagsüber als Sichtschutz dient und Räume heller und wohnlicher wirken lässt. Sein Gegenstück ist der Dekoschal, der das Fenster seitlich einrahmt. In den unteren Saum leichter Stores wird gerne ein Bleiband eingearbeitet.
- Synthetiks Wie der Name schon sagt, wird dieses Gewebe ausschließlich künstlich hergestellt – das heißt, die strapazierfähigen Fasern bestehen aus Chemikalien. Eine Kombination mit teuren Naturfasern ist möglich, was den Preis bei gleichbleibender Qualität reduziert.
T
- Tüll Tüll besitzt eine Struktur aus einem spitzen- und netzartigen Gewebe. Bei der Herstellung werden die Fasern verknotet, statt gewebt und verstrickt zu werden. Von der Optik her ist das Maschengitter geringfügig feiner als das Maschengitter vom Architekten-Tüll.
U
- Universalband Das Universalband – auch Kräuselband genannt – erzeugt unregelmäßige Falten. Wie stark es rafft, hängt davon ab, wie fest Sie die Schnüre anziehen.
V
- Voile (gewebte Gardinenstoffe) Der Begriff Voile stammt aus dem Französischen und bedeutet Schleier. Dieser Stoff ist leicht, jedoch sehr fest. Hergestellt wird dieses schleierartige Gewebe aus Baumwolle oder Chemiefasern und wird sehr gerne und häufig als Gardinenstoff verwendet.
- Vorhang Der schwerere Verwandte der Gardine: dichter gewebt, dekorativer, mit mehr Sichtschutz. Was Material, Farbe und Struktur für die Raumatmosphäre bedeuten, führt das Sonnenschutz-Lexikon aus.
W
- Wellenband Bandvariante für sehr moderne, weich fließende Wellen – der Stoff steht nicht in Falten, sondern schwingt in gleichmäßigen Bögen.
- Wirkware Dieser Stoff besteht aus einem kräftigen gewebten Material und wird meistens für Stores oder Übergardinen verwendet. Empfehlenswert ist der Einsatz von Wirkware unter anderem bei einem rustikalen Einrichtungsstil.
Stoffe mit Sonderregeln
Sechs der Begriffe oben tragen eine Regel in sich, die man vor dem Waschen, Bügeln oder Kürzen kennen sollte. Hier stehen sie nebeneinander.
| Stoff | Sonderregel |
|---|---|
| Crash | Die Knitteroptik entsteht durch Press- und Wärmeeinwirkung – nicht bügeln, sonst ist sie weg. |
| Musselin | Läuft beim Waschen ein – vor dem Verarbeiten waschen. |
| Marquisette | Kann bei der Gardinenwäsche leicht einlaufen. |
| Seide | Reinigung nur mit kalter Lösung; muss für die Fensterdekoration unterfüttert werden. |
| Samt | Nähte in Strichrichtung führen; Flor kürzer als 3 mm. |
| Fadenstore | Ohne Querverbindung gewirkt – durch Abschneiden auf jede Höhe kürzbar. |
Zwei Listen, zwei Blickwinkel
Diese Tabelle sortiert nach Stoff: Was gilt speziell für Crash, Seide oder Samt? Die Problemfälle beim Waschen selbst – vergilbt, eingelaufen, verknittert – sortiert der Wäsche-Ratgeber nach Verfahren. Und die 1–2 Tage, die schwere Stoffe zum Aushängen brauchen, bevor sie ihre endgültige Länge erreichen, stehen in der Kürz-Anleitung.
Wo dieses Lexikon endet
Wir führen zwei Lexika, und sie doppeln sich nicht: Hier stehen Textil-Begriffe – Gewebe, Faser, Optik, Band, Naht. Im Sonnenschutz-Lexikon stehen Beschattungs- und Technik-Begriffe – Bauformen, Stoffkennwerte, Bedienung, Montagetechnik. Wo ein Begriff in beiden Listen auftaucht – der Vorhang etwa – beschreibt ihn jede aus ihrem eigenen Blickwinkel: hier das Gewebe, dort die Wirkung im Raum. Wer einen Begriff hier vermisst, findet ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit dort.
Diese Begriffe wohnen nebenan
- Schiebevorhänge · Flächenvorhänge (Paneltrac) Diese Bauformen und ihre Aufhängung – inklusive der Klettband-Befestigung an Paneelwagen – sind dort ausführlich beschrieben.
- Black-Out-Stoffe Durch Mehrfachbeschichtung lichtundurchlässige Stoffe, dort in drei Stufen aufgeschlüsselt. Wichtig zur Einordnung: Ein Gardinenstoff erreicht als dichteste Stufe „abdunkelnd“ (Dim-Out) – der Stoff lässt nur noch einen Rest Licht durch, und beim frei hängenden Behang fällt zusätzlich Licht an den Rändern vorbei. Wer den Raum wirklich dunkel bekommen will, ist beim Rollo oder Plissee mit Verdunkelungsstoff richtig.
- Lamellenvorhänge Trotz des Namens kein Textil-Thema im Sinne dieses Lexikons, sondern senkrecht angeordnete Lamellen an einer Laufschiene – erklärt im Sonnenschutz-Lexikon.
- Trevira CS ® Ein Warenzeichen für eine vollsynthetische Faser – als Stoff-Kennwert-Thema im Sonnenschutz-Lexikon einsortiert.
Zwei Paare, die ständig verwechselt werden
| Begriff | Was es ist | Wo es steht |
|---|---|---|
| Crash | Gardinengewebe mit Knitteroptik – darf nicht gebügelt werden | hier, unter C |
| Crush | Stoffoptik aus der Plisseestoff-Kollektion | Sonnenschutz-Lexikon |
| Fadenstore | Gardine aus senkrechten Fäden – frei kürzbar | hier, unter F |
| Faltstore | zweite Bezeichnung für das Plissee | Sonnenschutz-Lexikon |
Begriff geklärt – und jetzt ans Fenster?
Wenn Sie unsicher sind, welches Gewebe zu Ihrem Raum passt oder welches Band die Falten macht, die Sie sich vorstellen, beraten wir Sie gerne persönlich: telefonisch unter +49 (0) 3606 5062500 oder über das Kontaktformular.
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