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Ratgeber · Gardinen

Gardinenbänder: Das Band bestimmt die Falte

Oben im Kopfsaum, nur wenige Zentimeter breit – und trotzdem entscheidet es über beides: wie Ihre Gardine fällt und wie viel Stoff Sie dafür brauchen. Hier erfahren Sie, welches Band welches Faltenbild macht, was die Angabe 1:2 bis 1:3 bedeutet – und wie Sie daraus Ihre Stoff- und Bandlänge ableiten.

Makro-Aufnahme von Gardinenbändern: Kräuselband mit zwei Zugschnüren neben einem Bleistift-Faltenband, gerafft und flach nebeneinander Bild KI generiert
Grundlagen

Was ist ein Faltenband?

Faltenband ist der Oberbegriff für alle Bänder, die oben in die Gardine eingenäht werden – das geläufigste ist das Kräuselband, weshalb umgangssprachlich oft beides gleichgesetzt wird. Über den Namen entscheidet die Bauart, und die entscheidet zugleich über die Falte. In den Taschen des Bandes liegen dünne Schnüre. Durch Ziehen dieser Schnüre legen Sie die Gardine in gleichmäßige Falten: Der Stoff schiebt sich zusammen, aus einer flachen Bahn wird ein Vorhang mit Tiefe. Genau deshalb ist ein Vorhang ungerafft immer deutlich breiter als das Fenster, das er später bedeckt.

Daraus folgen die zwei Fragen, um die es auf dieser Seite geht: Welches Band macht welche Falte? Und wie viel Stoff verschluckt die Raffung? Das Band beantwortet beide – das Faltenbild über seine Bauart, den Stoffbedarf über seine Übersetzung.

Bandtypen

Vier Bänder, vier Faltenbilder

Welches Faltenband das richtige ist, hängt vom gewünschten Stil ab – nicht von der Fenstergröße. Diese vier Typen sind am Markt geläufig; im Shop führen wir davon das Universal-/Kräuselband und das Bleistift-Faltenband – Wellen- und Multifunktionsband nennen wir hier nur zur Einordnung:

Universalband (Kräuselband)

Macht unregelmäßige Falten – das lebendige, weiche Bild klassischer Stores. Wie dicht es rafft, bestimmen Sie beim Zuziehen der Schnüre selbst.

Smaragd- & Bleistiftfaltenband

Erzeugt klassische, gleichmäßige Stehfalten, die schmal und aufrecht nebeneinander stehen – das ruhigste, formalste Faltenbild.

Wellenband

Für sehr moderne, weich fließende Wellen: Der Stoff schwingt in gleichmäßigen Bogen vor und zurück statt in kantigen Falten.

Multifunktionsband

An die Oberkante genäht und für verschiedene Aufhängearten gebaut: Sie können die Gardine verdeckt auf eine Stange schieben oder Gardinengleiter für eine Schiene einhängen.

Sie werden im Netz oft feste Zahlen zu einzelnen Bandtypen lesen („Kräuselband rafft 2,0“). Das ist so nicht haltbar: Unsere eigenen Universal-Kräuselbänder geben die Übersetzung ausdrücklich mit „variabel“ an – beide haben zwei Zugschnüre (das 22-mm-Band eine Taschenreihe, das 50-mm-Band zwei), die Raffung ziehen Sie frei auf das gewünschte Maß. Fest angegeben ist die Übersetzung nur dort, wo das Band sie durch seine Bauart vorgibt – bei unserem Bleistift-Faltenband 50 mm zum Beispiel mit 1:2.

Die zentrale Zahl

Übersetzung: Was 1:2 bis 1:3 bedeutet

Auf unseren Bandprodukten heißt die Angabe „Verhältnis Faltenanzahl (Übersetzung)“, geläufig ist auch Raff-Faktor oder schlicht Zugabe. Gemeint ist immer dasselbe Verhältnis: fertig dekorierte Breite zu ungeraffter Stoffbreite.

Durch das Faltenband wird der Stoff gerafft. Die Zugabe liegt je nach Faltenart bei 1:2 bis 1:3 – das bedeutet: für 1 Meter Fensterbreite benötigen Sie 2 bis 3 Meter Stoff. Die beiden Enden des Intervalls sind zwei unterschiedliche Looks, kein Genauigkeitsproblem:

1:2 – ruhig und flach

Je Meter Fensterbreite 2 Meter ungerafften Stoff. Die Falten liegen flacher, der Vorhang trägt weniger auf. Unser Bleistift-Faltenband 50 mm arbeitet genau mit dieser Übersetzung – laut Produktbeschreibung für leichte bis mittelschwere Gardinenstoffe, verwendbar auch für transparente Dekostoffe.

1:3 – dicht und opulent

Um 1 Meter Fensterbreite fertig dekoriert abzudecken, benötigen Sie 3 Meter ungerafften Stoff. Das erzeugt sehr dichte, opulente und tief liegende Falten – der klassische, schwere Vorhang-Look.

Merksatz: Die erste Zahl ist Ihr Fenster, die zweite Ihr Stoff. Alles zwischen 1:2 und 1:3 ist möglich – ein mittlerer Wert wie 1:2,5 liegt genau dazwischen und ergibt eine mittlere Fülle. Bei Kräuselband entscheiden Sie beim Zuziehen selbst, wo in diesem Bereich Sie landen.

Beispielwerte

Wie viel Stoff braucht mein Fenster?

Ungeraffte Stoffbreite für drei typische Fensterbreiten – einmal quer durch das belegte Intervall:

Fensterbreite 1:2 – ruhig 1:2,5 – mittlere Fülle 1:3 – opulent
1,00 m2,00 m2,50 m3,00 m
2,00 m4,00 m5,00 m6,00 m
3,00 m6,00 m7,50 m9,00 m

Die Werte sind die reine Raffung. Rechnen Sie für die Seitensäume noch eine Zugabe dazu – wie viel, hängt davon ab, wie breit Sie die Säume umschlagen; die Breite Ihres Fensters ändert daran nichts.

Praktisch für den Einkauf: Das Band wird auf den flach ausgebreiteten Stoff genäht – die Spalte Ihrer Wahl ist damit zugleich Ihre ungefähre Bandlänge. Unsere Gardinenbänder gibt es als Meterware in den Längen 3, 5 und 10 Meter. Weil zur reinen Raffung noch die Saumzugabe kommt, wählen Sie das Band großzügig: Ein 2-Meter-Fenster in 1:2,5 liegt mit 5 Metern Stoffbreite bereits an der Grenze der 5-Meter-Packung – runden Sie im Zweifel auf die nächste Staffel auf, statt nachbestellen zu müssen.

Der schöne Fall

Oben das Band – unten das Gewicht

Ein sauberes Faltenbild entsteht nicht allein oben. Das A und O für einen schönen Fall ist das richtige Faltenband, ein eingenähtes Bleiband im unteren Saum für das nötige Gewicht – und die Empfehlung, Gardinen nach der Wäsche leicht feucht wieder aufzuhängen. Dann zieht das Eigengewicht die Falten von selbst gerade.

Die Bandbreite passt zum Saum

Gardinenbänder gibt es in verschiedenen Breiten – unsere Kräuselbänder in 22 und 50 mm, das Bleistift-Faltenband in 50 mm, Raffrollobänder in 18 mm und Klett-, Flausch- und Pilzbänder in 20 mm. Der Kopfsaum muss das Band vollständig aufnehmen können: erst Band wählen, dann Saum umschlagen.

Verarbeitung

Wie kommt das Band an die Gardine?

Gardinenbänder werden aufgenäht: Der Stoff wird oben zum Kopfsaum umgeschlagen, das Band flach darauf gesetzt und an seinen Längskanten festgesteppt – die Zugschnüre bleiben dabei frei und dürfen auf keinen Fall mit abgenäht werden, sonst lässt sich die Gardine später nicht mehr raffen. Erst danach ziehen Sie die Schnüre auf Ihre Wunschbreite und verknoten sie. Klett- und Flauschbänder gibt es zusätzlich selbstklebend.

Ist die Gardine gerafft, hängen Sie sie ein – und ab hier übernimmt Ihre Aufhängung: kleine Faltenlegehaken auf den Ringen einer Stange oder Gleiter im Profil einer Schiene.

Aus dem Shop

Unsere Gardinenbänder

Unsere Gardinenbänder gibt es als Meterware – die gewünschte Länge wählen Sie direkt am Artikel:

Alle Bänder inkl. Klett & Blei Nur die Gardinenbänder

Unsicher, welches Band zu Ihrem Stoff passt?

Sagen Sie uns Stoffgewicht und Wunschfalte – wir sagen Ihnen, welches Band und welche Länge Sie brauchen: telefonisch unter +49 (0) 3606 5062500 oder über das Kontaktformular.

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