Besonders im Sommer, wenn die Sonne erbarmungslos zum Fenster herein scheint, werden
Rollos sehr geschätzt. Sonnenschutz am Arbeitsplatz oder nützliche Verdunklung für einen kurzen Mittagsschlaf sind nur zwei der zahllosen Beispiele, für den effektiven Einsatz eines Rollos. Die Verwendung ermöglicht die Raumtemperatur zu halten, verdunkelt effizient und gewährt damit einen ruhigen Schlaf oder konzentriertes Arbeiten bei angenehmer Raumtemperatur.
Das Wort
Rollo, leitet sich vom aufrollen ab und trifft auf die meisten Rollos zu, da diese tatsächlich zusammengerollt werden. Eine Ausnahme bilden lediglich
Plissees bzw. Faltenrollos, bei denen der Stoff gerafft und zusammengefaltet wird. Es gibt die verschiedensten Abdunklungssysteme. Rollos in allen Formen, Größen, Farben, mit einem unterschiedlichen Grad an Transparenz und den verschiedensten Möglichkeiten der Bedienung. In den meisten Fällen handelt es sich um rechteckige Stoffbahnen, die der Abdunklung bzw. Verdunklung dienen.
Die Schnapprollos - bewährter Sonnenschutz in ihrer Anwendung

Sehr bewährt sind Schnapprollos, die auch unter dem Begriff Mittelzugrollo oder Springrollo bekannt sind. Diese Bezeichnung leitet sich von dem dafür verwendeten Bedienmechanismus ab. Sie funktionieren, indem beim Herabziehen des Rollos eine an der Welle befindliche Feder gespannt wird, indem auch diese mit hinunter gezogen wird. Diese Feder wird dabei in der gewünschten Position, in der diese gezogen wurde, arretiert. Sie hält dabei die Spannung ohne sich zusammen zu ziehen und damit bleibt das Rollo geschlossen. Zum Öffnen des Sonnenschutzes, wird es noch ein Stück weiter nach unten gezogen, wodurch der Mechanismus der Feder entlastet wird und sich das Rollo zusammenziehen kann. Dabei wird die Kraft aus der Spannung der Feder auf die Welle übertragen und der Stoff des Rollos wird aufgerollt. Diese ruckartige Bewegung führt dazu, dass das Rollo in seine Ausgangsposition zurückrollt. Da der Stoff mit einer Schnappbewegung eingerollt wird, leitet sich daraus der Name Schnapprollo ab.
Die Mittelzugrollos - einfach in der Bedienung und Montage
Hingegen bezieht sich die Bezeichnung Mittelzugrollo zwar auf das gleiche Rollosystem, aber im Unterschied zum Kettenzugrollo bezeichnet es den Ort, an dem der Zugmechanismus befestigt ist und nicht die Art des Aufrollens. Es stellt damit eine Abgrenzung zum am häufigsten verwendeten Rollosystem, dem Seitenzugrollo, dar. Seitenzugrollos können auch als Kettenzugrollos bezeichnet werden, da die Zugvorrichtung Endlosschnur besteht an der gezogen wird. Diese besteht vielfach aus einzelnen Kettengliedern, die an eine Perlenkette erinnern können. Diese Zugvorrichtung des Rollos befindet sich, wie der Name nahe legt, an der Seite des Rollos, was jedoch bei der Bedienung gelegentlich dazu führen kann, dass das Rollo schief heruntergelassen oder aufgerollt wird. Die Zugvorrichtung des Mittelzugrollos verhindert dies, indem sie sich in der Mitte des Rollos befindet und so eine gleichmäßige Kraftverteilung ermöglicht, die ein gleichmäßiges Herablassen des Rollos sicherstellt. Außerdem muss beim Aufrollen die Mittelschnur eines Softrollos nicht festgehalten werden, was das Mittelzugrollo als ein sehr kraftsparendes System kennzeichnet.
Die Springrollos - Federzugrollos mit ausgereifter Technik
Der Begriff des Springrollos ist ebenfalls mit dem des Mittelzugrollos und des Schnapprollos identisch. Die Bezeichnung spielt hier jedoch nicht auf das einrasten der Feder, sondern auf die sprunghafte Bewegung beim Einziehen des Stoffes an. Eine weitere mögliche Bezeichnung für diese Rollomechanismen stellt der Terminus Federzugrollo dar, der wiederum auf die verwendete Feder hinweist. Mit einer kleinen Veränderung des Mechanismus lässt es sich auf für Dachfensterrollos verwenden. Dabei wird meist ein System verwendet, bei dem die Feder ständig unter Spannung steht und nicht arretiert werden kann, sondern am unteren Ende des Fensters mit dem Beschwerungsstab an den dafür vorgesehenen Halterungen einrasten kann. Wird diese Verankerung gelöst, greift der Springmechanismus des Rollos und zieht es ein. Eine gewisse Einschränkung ist dabei darin zu sehen, dass dieses System nur an den vorgesehenen Stellen einrasten kann und daher nicht stufenlos regelbar ist. In vielen Fällen können solche auf dem Mechanismus der Springrollos basierenden Dachfenster-Rollos nur auf einer oder wenigen Positionen einrasten. Deshalb wird bei Dachfensterrollos oft auf den Mechanismus von Seitenzugrollos zurückgegriffen.